Gut zu wissen: Die Ambitionen der Wasserkraft
Was der Klimawandel für die Wasserkraft bedeutet
In den vergangenen Jahren hat Erneuerbare-Energie immer mehr an Bedeutung gewonnen. Doch wie steht es um die Zuverlässigkeit der Wasserkraft angesichts des Klimawandels?
Zu wenig Wasser für Kraftwerke?
Dürreperioden im Sommer, weniger Schnee und mehr Regen im Winter. Die Veränderungen könnten sich sogar positiv auswirken, meint zumindest die Studie „Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserkraft in Österreich“ des Beratungsunternehmens Afry im Auftrag des Verbandes „Österreichs Energie“.
Die Ambitionen der Wasserkraftbetreiber
„Wasserkraft gewinnt in Österreich durch Klimawandel an Bedeutung“, so die Kernaussage. Der Energiewirtschaftsverband „Österreich Energie“ interpretiert die Ergebnisse der Studie so, dass der Klimawandel auf absehbare Zeit keine wesentlichen Probleme für die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke in Österreich mit sich bringen wird. Er sieht sogar eine verbesserte Verteilung der Stromerzeugung der Wasserkraft durch den Klimawandel.
- Zwar zeigen sich saisonale Verschiebungen bei der Wasserverfügbarkeit. Im Sommerhalbjahr ist tendenziell weniger Wasser für die Stromerzeugung nutzbar als in der Vergangenheit, während im Winter mehr Wasser zur Verfügung steht.
- Auch die Zunahme an Starkregenereignissen und Dürreperioden wird sich laut der Studie auf die Wasserkraft in Österreich auswirken. Speicher- und Pumpkraftwerke werden daher an Bedeutung gewinnen, da sie in der Lage sind, Schwankungen beim Wasserangebot auszugleichen.
“Mit der Transformation des Energiesystems in eine erneuerbare Zukunft nimmt der Strombedarf erheblich zu. Abschätzungen von Oesterreichs Energie gehen zum Erreichen der Klimaneutralität von einer Verdreifachung der erneuerbaren Erzeugung aus. Durch den massiven Ausbau im Bereich Photovoltaik und Wind werden wir zwar im Sommer künftig genug bzw. sogar zu viel Strom haben. Allerdings entsteht eine erhebliche Lücke im Winter. Dass sich die Stromerzeugung aus Wasserkraft zusehends in die kälteren Monate verschiebt, ist aus dieser Perspektive durchaus positiv.” Karl Heinz Gruber, Sprecher der Sparte Erzeugung bei Oesterreichs Energie
Die vollständige Studie finden Sie online unter oesterreichsenergie.at
