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	<title>Fisch des Jahres &#8211; Fishlife</title>
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	<description>Österreichisches Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz</description>
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		<title>2018: Der Wels</title>
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				<pubDate>Thu, 09 Nov 2017 04:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Mit einem scheinbar verschmitzten Lächeln freut sich der Wels über seine Wahl zum Fisch des Jahres 2018.</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2018: Der Wels</h2>
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<h3>Der Wels – ein schwimmender Gigant</h3>
<p><strong>Die Wahl zum „FISCH DES JAHRES 2018“ ist entschieden!</strong></p>
<p>Das Rennen machte der Wels. Von den insgesamt 553 auf „fisch-des-jahres.info“ abgegebenen Stimmen entfielen 32 % auf den Wels, 31 % auf den Edelkrebs, 25 % auf die Barbe, 7 % auf den Schneider und 5 % auf die Hasel. Ein äußerst spannendes Rennen, denn vier Stimmen mehr für den Wels waren wahlentscheidend.</p>
<p>&nbsp;
</p></div>
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<h3>Mit einem scheinbar verschmitzten Lächeln freut sich der Wels über seine Wahl zum Fisch des Jahres 2018.</h3>
<ul>
<li>Er lebt im Verborgenen, in einer Welt voller Geheimnisse.</li>
<li>Seine imposante Größe verschafft ihm Respekt.</li>
<li>Und doch ist er gefährdet.</li>
</ul>
</div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Er lebt verborgen in der Dunkelheit stehender oder langsam fließender Gewässer. Versunkene Baumstämme, trübes Wasser, versteckt im dicken Wurzelwerk, in Höhlen oder Spalten, das ist die geheimnisvolle Welt des Welses tief im Wasser. Mit seiner dunklen Körperfärbung passt er sich bestens seiner Umgebung an. Der europäische Wels oder auch Waller genannt ist – als größter Süßwasserfisch mit einer Körpergröße bis zu 3 Meter &#8211; ein perfekter Räuber und verfügt über einen hervorragenden Geruchs- und Geschmackssinn. Mit seinem empfindlichen Gehör ist er spezialisiert auf Geräusche, auch über der Wasseroberfläche. Seine kleinen Augen benötigt er in der Dunkelheit zum Aufspüren der Beute nicht unbedingt. In den Tiefen des Schlammgrundes versteckt lockt der Waller durch seine Barteln seine Beute an. Er ist wahrlich kein Kostverächter und weiß das Nahrungsangebot gut zu nutzen: Er frisst einfach alles, was in sein geräumiges Mail passt. Durch blitzschnelles Aufreißen des rießigen Mauls saugt er die Beute regelrecht in sich hinein, wobei ein mächtiger Wassersog entsteht. Er ernährt sich nicht nur von Fischen, sondern frisst ebenso Würmer, Schnecken, Insekten und Krebse bzw. mit zunehmender Größe auch Frösche, Ratten, Mäuse und Vögel. Ein ausgewachsener Wels braucht sich nicht zu fürchten und kann ohne natürliche Feinde bei optimalen Lebensbedingungen ein Methusalem mit einem Alter von bis zu 80 Jahren und mehr werden.</p>
<p>Aber auch ein gefürchteter Räuber muss mal klein anfangen. In einem vom „Papa“ (Milchner) behüteten Nest bei angenehmen Temperaturen um die 18-20 Grad schlüpft die kleine Larve nach wenigen Tagen der Eiablage und hat dann im Schutz der Dunkelheit beste Chancen selbständig zu einem imposanten Wels heranzuwachsen. Europäische Welse gehören zu den am schnellsten wachsenden Fischen und können – je nach Nahrungsangebot – am Ende des ersten Sommers bereits 50 cm Länge und ein Gewicht von bis zu 500 g vorweisen.</p>
<h3>Bedeutung als Speisefisch</h3>
<p>Jüngere wildgewachsene Welse mit ihrem weißen schmackhaften Fleisch sind grätenarm und bestens als Speisefische geeignet. Der milde Geschmack erinnert etwas an Kalbfleisch. Das Fleisch älterer und größerer Tiere ist fettreich, wird aber in Osteuropa zu Fischgulasch und Fischsuppe verarbeitet. Die im Handel oft angebotenen rotfleischigen afrikanischen Welse stammen jedoch aus kostengünstiger Massenerzeugung aus Zuchtanstalten. Er kann gebraten, gegrillt oder auch geräuchert werden.</p>
<p><img class="size-large wp-image-1563 alignnone" src="https://www.fishlife.at/wp-content/uploads/2017/11/fisch-des-jahres-2018-der-wels-wpo_d045744-1024x683.jpg" alt="" width="625" height="417" /></p>
<h3>Welse vom Aussterben bedroht?</h3>
<p>Der Wels ist Symbol für eine veränderte Wasserwelt. Einerseits sind die Bestände teilweise, v.a. aber durch Besatz- und Erhaltungsmaßnahmen der Fischerei stabil. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass er an Wasserqualität und Sauerstoffgehalt geringere Ansprüche stellt und besonders in strömungsarmen Stauräumen bestens zurechtkommt. Das natürliche Eigenaufkommen ist jedoch durch verloren gegangene Laichplätze stark gefährdet. Welse benötigen flache, seichte und bewachsene Uferstellen zum Ablaichen, wo der Milchner (Männchen) die Brut bewacht. Wo es seichte Uferzonen gibt, dort kann sich der Wels fortpflanzen, auch in Teichen und Kiesgruben, heute ebenso in Stauräumen. Doch die die notwendigen Flachwasserzonen werden durch Regulierungen und Wehre vielerorts zerstört. Zusätzlich beinträchtigen steter Badebetrieb und in der Donau der Wellenschlag durch Motorboote und Schiffe den Bruterfolg. Der Wels fällt unter Anhang 3 (geschützte Tierarten) der Berner Konvention zum Schutz und zur Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume. In der Roten Liste Österreichs wird der Wels als “gefährdet“ eingestuft.</p>
<h3>Vorkommen in Österreich</h3>
<p>In der March gab es über die Zeiten selbsterhaltende Bestände, ebenso in der Raab, einigen Kärntner Seen, in der Alten Donau und in den Lobaugewässern bei Wien.</p>
<h3>Schutz und Erhalt der Wasserlebensräume</h3>
<p>Die Ursachen für Bestandrückgänge liegen beim Wels, wie so oft, in der Zerstörung der natürlichen Lebensräume. Harte Uferverbauungen und abgeschnittene Altarme sind wesentliche Ursachen für den Bestandsrückgang des Welses. Doch der Fisch des Jahres steht stellvertretend für zahlreiche Fischarten, die in ihrem Bestand gefährdet sind.</p>
<p>Daher ist es umso wichtiger, sich für den Erhalt und Schutz der Wasserlebensräume einzusetzen. 48 namhafte Umweltschutz- und Fischereiorganisationen haben sich mit einer Petition an den Finanz- und Umweltminister gewandt mit der Aufforderung, ihrer gesetzlichen Verantwortung im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zur Verbesserung der Gewässer nachzukommen. Immerhin ist mit 2jähriger Verspätung vor kurzem der 2. Nationalen Gewässerschutzplanes mit allerlei Vorhaben veröffentlicht worden. Zur Umsetzung fehlt es an den erforderlichen Fördermitteln. Umwelt- und Finanzministerium schieben sich hier bezüglich der Verantwortlichkeit gegenseitig den „Schwarzen Peter“ zu.</p>
<p>Mit Nichtstun bzw. Verzögern gefährden wir unseren Planeten. Vor allem im Süßwasser lebende Arten sind extrem gefährdet, so haben sich die Populationen zwischen 1970 und 2012 um insgesamt 38 % verkleinert. (vlg. Living Planet Index 2016). Es liegt an uns, diese Entwicklung zu stoppen. Hier sehen wir die nächste Bundesregierung gefordert und werden diese unerlässlich zum Fischartenerhalt und Gewässerschutz drängen.</p>
<p>Mit der Ernennung zum Fisch des Jahres möchten die Fischereiorganisationen Österreichs unter Mitwirkung des Bundesamtes für Wasserwirtschaft (Scharfling) die jeweilige Art und dessen Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen. Nebst der traditionellen fischereilichen Bedeutung soll vor allem auf die aktuelle Bedrohung der Art und auf die Gefährdung seines Lebensraums hingewiesen werden.</p>
<p>Fotos: Wolfgang Pölzer<br />
Text: Sonja Behr (24.10.2017)
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		<title>2017: Der Seesaibling</title>
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				<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 21:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Der Seesaibling – ein Kleinod unserer Gebirgsseen ist Fisch des Jahres 2017</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2017: Der Seesaibling</h2>
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<h3 class="csc-firstHeader">Der Seesaibling – ein Kleinod unserer Gebirgsseen ist Fisch des Jahres 2017<span style="font-size: 16px;"> </span></h3>
</div>
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<div class="csc-textpic-text">
<div>
<ul>
<li>majestätisch elegant</li>
<li>seine einmalige Farbenpracht</li>
<li>seine dunklen Geheimnisse</li>
</ul>
</div>
<p class="bodytext">Damit stellt der Seesaibling alles in den Schatten: Sein leuchtend oranger Bauch ist ebenso auffällig wie seine weiß gesäumten Flossen. Aber er ist nicht nur schön, sondern auch beliebt – als Speisefisch in vielen heimischen Pfannen.</p>
<p>Und ist somit genau der richtige Fisch, um eine positive Einstellung zur heimischen Fischwelt zu vermitteln: Als Fisch des Jahres soll immer eine Fischart in den Vordergrund gestellt werden, um deren Bestand man sich Sorgen machen muss. Fische sind keine Streicheltiere, die medienwirksam zum Schutz einladen. Mit dem Seesaibling jedoch präsentieren wir ein Kleinod unserer Alpenseen.</p>
<h3>Ein farbenprächtiger Fisch mit enormer Formenvielfalt</h3>
<p class="bodytext">Bis heute ist es Wissenschaftlern nicht gelungen, alle Geheimnisse um diesen beliebten Speisefisch zu lüften. Denn Seesaibling ist eben nicht Seesaibling: In unterschiedlichen Seen und sogar innerhalb eines Gewässers kommen Populationen mit unterschiedlichen Lebensformen und differenzierender Größe vor.</p>
<p>Ein Blick in die Eiszeit hilft, das Rätsel zu lösen. Der Seesaibling liebt tiefe, kalte Gewässer. Nach der Eiszeit, mit dem Abschmelzen der Gletscher, fand er in den sauerstoffreichen und kalten Gewässern der Alpen sein Zuhause. Doch in diesen isolierten Seen bildete sich eine Vielzahl von Lebensformen: Normalsaibling, Wildfangsaibling, Schwarzreuter und Tiefseesaibling, die sich bezüglich Größe und Ernährung bestens an die entsprechenden Lebensbedingungen anpassen konnten. Im Sinne des Artenschutzes sollte also nicht nur die Art als solche, sondern auch die Formenvielfalt erhalten werden.</p>
<h3>Ein Fisch mit seinen Geheimnissen</h3>
<p class="bodytext">Seit 2008 galt der Tiefseesaibling als ausgestorben. In den dunklen Tiefen des Bodensees konnte er sich aber nur besonders gut verstecken und wurde erst kürzlich wiederentdeckt.</p>
<p>Seesaiblinge leben normalerweise in Schwärmen, passten sich der neuen Umgebung der Alpenseen an, wanderten somit nicht mehr und laichten in den Seen. Warum sich gerade 15 % des Saiblingsbestandes im Lunzer See entschieden haben, wieder zu wandern (wie seine Vorfahren), um den Seebach zur Eiablage zu nutzen, ist nach wie vor ein Geheimnis.</p>
<h3>Einzigartig, aber gefährdet</h3>
<p class="bodytext">Als Bewohner der hoch gelegenen Alpenseen reagierte der Seesaibling auf die zunehmende Belastung der Gewässer mit drastischen Bestandsrückgängen. In den 80er-Jahren riefen namhafte Wissenschafter sogar zur weltweiten „Charr Watch“ (Saiblingswache) auf. Aus so manchem verschmutzen und wärmer gewordenen See allmählich verschwunden, ist er nach ökologisch-nachhaltigen Maßnahmen nun wieder öfter anzutreffen. Aufgrund des drohenden Verlustes von Laichplätzen, verursacht durch den hohen Nährstoffgehalt der Seen und Verschlammung des Seegrundes sowie die drohende Gewässererwärmung, müssen wir jedoch weiterhin ein wachsames Auge auf den Seesaiblingsbestand haben.</p>
<h3>Exzellenter Speisefisch</h3>
<p class="bodytext">Der als kulinarische Köstlichkeit geschätzte Seesaibling wurde bereits im Mittelalter in alle möglichen Gewässer versetzt. Die stärksten und bekanntesten Besatzaktionen gab es unter Kaiser Maximilian, wo die Fische in Butten in die höchsten Gebirgsseen geschleppt wurden. Durch das Einbringen von Fischen &#8211; ohne Rücksicht auf deren Herkunft &#8211; wurden lokal ausgeprägte Formen über lange Zeit massiv verfälscht. Auch die im Speisefischhandel gebräuchlichen Kreuzungen weisen Merkmale sowohl vom See- als auch vom nichtheimischen amerikanischen Bachsaibling auf und sind für Freigewässer nicht geeignet.</p>
<p>Zuchtformen genießen zu Recht eine hohe Wertschätzung als Delikatesse.<br />
Wildfischbestände benötigen zu Recht den Schutz für unser Ökosystem Wasser.</p>
<p><b>Formen des Seesaibling, die sich bestens an die Lebensbedingung anpassen</b></p>
<ul>
<li><b><b>Normalsaibling<br />
</b></b>in Freiwasser lebender Planktonfresser oder Bodenfisch bis zu einer Größe von 25 – 40 cm</li>
<li><b><b>Wildfangsaibling<br />
</b></b>Räuber in größeren Tiefen,  1 – 10 kg schwer</li>
<li><b><b>Schwarzreuter<br />
</b></b>kleiner Fisch (12 – 20 cm) in Hochgebirgsseen, der sich aufgrund der Nahrungsknappheit hauptsächlich von Anflugnahrung ernährt<b> </b></li>
<li><b>Tiefseesaibling<br />
</b>an das Leben in großen Tiefen angepasster Fisch, neulich erst im Bodensee wiederentdeckt</li>
</ul>
<p>Foto: Andreas Hartl<br />
Text: Sonja Behr (21.10.2016)
</div>
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		<title>2016: Die Elritze</title>
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				<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 22:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Die quirlige Elritze wird Fisch des Jahres 2016 in Österreich</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/die-quirlige-elritze/">2016: Die Elritze</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at">Fishlife</a>.</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2016: Die quirlige Elritze</h2></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper">
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			<ul>
<li>Klein, flink, schlau und in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt</li>
<li>Gemeinsam sind wir stärker! Das denkt sich wohl die Elritze, die gerne im Schwarm schwimmt</li>
</ul>
<h3>Nicht der Schönste, Größte und Beste verdient die Wahl zum Fisch des Jahres.</h3>
<p class="bodytext">Nach diesen Kriterien hätte es die Elritze wohl nicht geschafft. Kaum fingerlang groß zählt sie heute trotz ihrer „schlauen“ Überlebenstaktiken zu den gefährdeten Fischarten. Der Fisch des Jahres dient als Botschafter für unsere bedrohte Fischartenvielfalt. Damit wollen wir aufzeigen, dass es nur in ökologisch funktionierenden Wasserlebensräumen langfristig möglich sein, unsere Fischartenvielfalt als wichtigen Teil unserer Natur zu schützen und zu erhalten.</p>
<h3>Alles in allem ist die Elritze ein würdiger Fisch des Jahres für ein Plädoyer zum Erhalt der Fischartenvielfalt.</h3>
<p class="bodytext">In den Gebirgsregionen heißt dieser Fisch auch Pfrille. Die kleinwüchsige Elritze kommt als Speisefisch nicht in Frage. Daher fehlt das allgemeine Interesse. Sehr zu Unrecht, denn das ist ein hochinteressanter Fisch.</p>
<ul>
<li>Diese Fische schwimmen immer im Schwarm. Das außergewöhnliche daran ist aber, dass immer Tiere mit annähernd gleicher Größe zusammen bleiben. Im Gegensatz zu anderen Arten bleibt der Schwarm auch bei Dunkelheit beisammen.</li>
<li>Elritzen erkennen einander am Geruch und können so sehr wohl einzelne Individuen auseinander halten.</li>
<li>Sie haben übrigens auch ein gutes Gehör und können bei Gefahr sogar piepsende und knackende Geräusche von sich geben.</li>
<li>Wird ein Artgenosse verletzt, so meiden die schlauen Elritzen den Tatort unter Umständen tagelang. Können sie nicht fliehen, so lassen sie sich bewegungslos zum Grund absinken. Die Forscher nennen das die Instinkt-Dressur-Verstärkung.</li>
</ul>
<p class="bodytext">Trotz all dieser schlauen Überlebenstaktiken ist dieser einstige Massenfisch in seinem Bestand gefährdet und aus sehr vielen Gewässern, so auch in den typischen Elritzenseen, verschwunden. Früher einmal waren sie zahlreich in unseren Strömen, wie der Donau und dem Inn, anzutreffen. Heute haben sich Elritzen in die Oberläufe klarer Flüsse der Forellen- und Äschenregion sowie in kalte Seen zurückgezogen.</p>
<h3>Was sind nun die Ursachen für den drastischen Rückgang der Elritzen?</h3>
<p class="bodytext">Harte Verbauungen der Gewässer, über 5.000 Wasserkraftwerke, die Zerstörung von Nebenarmen und Seichtwasserzonen und der einseitige Schutz aller fischfressenden Tiere, all das hat zum krassen Rückgang aller Fischarten geführt.<br />
Durch die Hormone der „Pille“ gelangen mit dem geklärten Abwasser sogenannte „gefährliche“ Stoffe im Milliardstel Grammbereich in die Bäche und Flüsse. Diese bewirken, dass Wasserlebewesen verweiblichen, sodass z.B. in manchen Seen nur mehr Elritzen-Weibchen mit einer Lebensspanne von 4, höchstens 5 Jahren vorkommen. Ohne Männchen ist die Evolution aber gefährdet und die Elritzen sterben in diesem kurzen Zeitraum aus.</p>
<h3>Fischer für Natur- und Fischartenschutz</h3>
<p class="bodytext">Die Elritze steht nur als ein Symbol für ALLE Fischarten. In vielen Flüssen können Fischbestände nur mehr durch Fürsorge, Hege und Pflege der Fischer aufrechterhalten werden.</p>
<p class="bodytext">Die Fischzuchtanstalt in Kreuzstein des Bundesamtes für Wasserwirtschaft befasst sich mit der Aufzuchtforschung und der Nachzucht immer mehr gefährdeter Fischarten, auch der wirtschaftlich völlig unbedeutenden Elritze. Engagierte Fischereivereine lassen diese Jahr für Jahr in die Gewässer frei umso zu einer nachhaltigen Bestandsentwicklung beizutragen.</p>
<p>Foto: Wolfgang Pölzer</p>

		</div>
	</div>
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							</item>
		<item>
		<title>2015: Nase</title>
		<link>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/nase-fisch-des-jahres-2015/</link>
				<comments>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/nase-fisch-des-jahres-2015/#respond</comments>
				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 18:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dev.fishlife.at/?p=823</guid>
				<description><![CDATA[<p>Vom Massenfisch in nur zwei Jahrzehnten zur gefährdeten Art</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/nase-fisch-des-jahres-2015/">2015: Nase</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at">Fishlife</a>.</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2015: Nase </h2>
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			<h2>Vom Massenfisch in nur zwei Jahrzehnten zur gefährdeten Art</h2>
<p>Die Nase, wissenschaftlicher Name Chondrostoma nasus, wird an der Donau auch „der Weisse“ genannt, ist ein bis zu 2 kg schwerer Cyprinide oder Weißfisch. Bis Ende des 19. Jhds. war die Nase der „Brotfisch“ der Berufsfischer, in den großen Flüssen und Strömen waren Nasen die Hauptfische. Bis zu 70% der Fischbiomasse waren Nasen. Dieser Fisch war eine wichtige und vor allem billige Eiweißquelle für die Bevölkerung. In den unveröffentlichten Studien E. Webers ist ersichtlich, im 19. Jhd. wurden aus der Donaustrecke von Wien bis Hainburg, also auf rund 50 km, im langjährigen Durchschnitt 166.550 kg Fische pro Jahr erbeutet. Die allermeisten davon waren Nasen. Das war keineswegs Raubbau, das war bloß die jährliche Zuwachsrate, in etwa 10% des Gesamtbestandes. Auf dieser Stromstrecke lebten daher rund 1½ Millionen Fische. 100 Jahre später gab es keine Berufsfischerei mehr. Aber Weber errechnete im Jahr 1970, also 100 Jahre später, dass auf dieser Donaustrecke nur mehr 16 t Fische pro Jahr hätten entnommen werden können.</p>
<p>Zum Überblick:</p>
<ul>
<li>Bis 1870 wurden pro Jahr entnommen: 166,55 t</li>
<li>1970 hätten pro Jahr entnommen werden können: 16,00 t<br />
Das zeigt uns, der Fischbestand war um mehr als 90% zurückgegangen!</li>
</ul>
<p>Was sind die Ursachen?<br />
1870 – 1875 wurde die große Donauregulierung durchgeführt. Der Strom wurde begradigt, die Sand- und Schotterbänke verschwanden, die Ufer wurden mit großen Steinblöcken gesichert, die Nebenarme wurden abgeschnitten und verlandeten, soweit sie nicht sofort zugeschüttet worden waren.<br />
Damit gingen die Laichplätze und „Kinderstuben“ der Fische verloren. Etwa zeitgleich wurden auf der Donau Dampfschiffe, später Motorschiffe eingesetzt. Der Wellenschlag schädigt nachhaltig Laich und Fischbrut.<br />
Wasserkraftwerke gibt es seit Mitte des 19. Jhds., aber der große Boom setzte ab 1950 ein. Unser Donaustrom wurde durch Wasserkraftwerke völlig zerstückelt &#8211; Wasserkraftwerke sind also keineswegs umweltfreundlich. Durch die Wehre werden die biologisch notwendigen Fischwanderungen unterbunden, stromab ziehende Fische finden in den Turbinen den Tod.<br />
Die vom Menschen verursachten Zerstörungen (abgesehen von der Schifffahrt auf der Donau) betreffen alle Gewässer. Kein Wunder, dass 1970 selbst in „guten“ Gewässern nur mehr 10% der ursprünglichen Fischbestände vorhanden waren.</p>
<p>Leider wurde es noch viel schlechter.<br />
Seit etwas mehr als 20 Jahren untersuchen die Professoren der Universität Wien Dr. Fritz Schiemer und Dr. Hubert Keckeis im Gebiet von Fischamend (an der Donau 25 km östlich von Wien) die Laichplätze der Nase. Das ist das Gebiet des heutigen Nationalparks Donauauen. Damals vor 20 Jahren gab es noch zehntausende Nasen. Die Bestände wurden aber von Jahr zu Jahr weniger. Im Jahr 2005 wurden an den uralten Laichplätzen nur mehr 2 – 3.000 Nasen festgestellt. Und in der Laichzeit 2011 konnten die Wissenschaftler an den angestammten Laichplätzen keine einzige Nase mehr dokumentieren.</p>
<p>Was läuft da vor unseren Augen ab, auch wenn es kaum jemand wirklich zur Kenntnis nimmt?<br />
Im Nationalpark muss die Welt doch noch in Ordnung sein, das wird doch jeder annehmen.</p>
<p>Also, was ist da los?</p>
<ul>
<li>Das DoKW Freudenau wurde in Betrieb genommen. Nasen sind Weitwanderer, mit diesem DoKW gingen die stromauf im Stauraum liegenden Laichplätze verloren.</li>
<li>Im Nationalpark rasen täglich mehrmals die Twin-City-Liner mit bis zu 70 km/h zwischen Wien und Bratislava hin und her und werfen gewaltige Wellen ans Ufer.</li>
<li>Und jeden Winter fallen tausende Kormorane ein und fressen die Fische in den Wintereinständen.</li>
<li>Die Ist-Bestands-Analyse des Umweltministeriums zeigt auf, 63% unserer Gewässer sind in keinem guten Zustand.<br />
Das sind die Gründe, warum die frühere Massenfischart Nase sogar im Nationalpark verschwindet.</li>
</ul>
<p>Das allgemeine Bewusstsein für unsere Umwelt konzentriert sich auf die Welt über der Wasseroberfläche. Wir Fischer bemühen uns zusammen mit der Wissenschaft, die schweren Schädigungen der Wasserwelt aufzuzeigen.</p>
<p>Vor Jahrzehnten konnten wir von allen Brücken mit Begeisterung Fische sehen. Das sollten wir für unsere Kinder und Enkel wieder schaffen.</p>
<p>Foto: Clemens Ratschan<br />
Text: Helmut Belanyecz</p>

		</div>
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		<title>2014: Der Sterlet</title>
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				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Sein Überleben liegt in unserer Hand</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2014: Der Sterlet </h2>
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			<h2>Sein Überleben liegt in unserer Hand</h2>
<p class="bodytext">Das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und der Österreichische Fischereiverband (ÖFV) haben In Abstimmung mit dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) den Sterlet aus der Familie der Störe zum Fisch des Jahres 2014 gekürt. Der Sterlet ist der letzte Vertreter der Störartigen, der in Österreich an einigen Fließgewässern heimisch ist.</p>
<h2>Ein Gruß aus dem Jura</h2>
<p class="bodytext">Der Gruß eines „Zeitreisenden“ aus dem Erdzeitalter Jura wird uns noch heute vom Sterlet überbracht. Der Sterlet und seine Verwandten, die diversen Störarten, blicken auf eine evolutionäre Entwicklung zurück, die bis in diese ferne Zeit vor mehr als 200 Millionen Jahren reicht. Mit einer Stammesgeschichte, die die des modernen Menschen um das 1000-fache übertrifft, schwammen Störe bereits in den damaligen Gewässern, als unsere eigenen Vorfahren noch keine Spuren auf Erden gezogen haben.<br />
Jetzt, mit Beginn des 20. Jahrhunderts &#8211; also für die Störe also erst seit gestern – „gelingt“ es uns, diese uralte und zuvor überaus zahlreiche Fischfamilie in ihrem Bestand zu bedrohen bzw. auszurotten. Auf diese Gefährdung soll auch der Status als Fisch des Jahres 2014 hinweisen – der Gruß aus dem Jura soll ja keinesfalls ein Abschiedsbrief einer weiteren durch die Unvernunft des Menschen ausgerotteten Art werden.</p>
<p class="bodytext">In Österreich ist praktisch nur noch der kleinste Verwandte der Störfamilie – der Sterlet – zu finden. Selten wird noch einer dieser urtümlichen Flossenträger im freien Fließgewässer gesichtet und noch seltener gefangen. Dann jedoch hält der Fischer ein Wesen in Händen, dem man seine archaische Rolle durchaus ansieht (siehe Kasten „Biologie“)</p>
<h2>Der letzte seiner Art</h2>
<p class="bodytext">Der Sterlet ist heute in Österreich der Letzte aus der früher großen und vor allem seinerzeit wirtschaftlich wichtigen Störfamilie. Von den ursprünglich heimischen Arten hat nur der Sterlet überlebt. Dass ist nur der Tatsache zu verdanken, dass er nicht ins Meer wandern muss.</p>
<p class="bodytext">Er ist ein reiner Süßwasserstör, der nur sehr selten auch im Brackwasser anzutreffen ist. Er kommt in Flüssen vor, die ins Kaspische, Asowsche und Schwarze Meer sowie ins Weiße Meer und die Karasee fließen. Die Bestände sind rückläufig und gelten als gefährdet (IUCN). Der Sterlet ist im Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) in Anhang II aufgeführt. In Ungarn, Slowakei, Österreich und Deutschland wird der Sterlet für die Erhaltung und Wiedereinbürgerung in Zuchtbetrieben vermehrt. Es wurden dabei bereits gute Erfolge in der Donau, Drau und Isar erzielt.</p>
<p class="bodytext">So konnten in der Donau, vor allem in Oberösterreich, auch wieder juvenile Sterlets festgestellt werden. Ebenso wurde in der Drau eine Reproduktion nachgewiesen, angeblich auch in der Mur. Ursprünglich recht weit in Österreichs großen Flüssen verbreitet, ist heute nur noch in einem einzigen Donauabschnitt (Stauwurzel Aschach) ein sich natürlich fortpflanzender Sterletbestand mit wahrscheinlich einigen wenigen hundert Exemplare erhalten.</p>
<h2>Die liebe Familie</h2>
<p class="bodytext">Der Sterlet entstammt ja uraltem „Fischadel“ und hat  somit etliche Verwandte. Deren für Mitteleuropa wichtigste sind:</p>
<ul>
<li>Der <strong>Sternhausen </strong>(Acipenser stellatus): schlanker als der Sterlet, sonst ähnlich, übliche Größe 1,2 Meter, 6-8, selten 12, Kilogramm. Der Größte bekannte Sternhausen war 2,20 Meter lang und 54 Kilogramm schwer. Seine Eier werden als kräftig würziger Sevrugakaviar gehandelt.</li>
<li>Der <strong>Russische Stör oder Waxdick </strong>(Acipenser gueldenstaedtii): ein gedrungener Fisch, der Größte beschriebene wog 115 Kilo-gramm und maß 2,36 Meter. Im Niederösterreichischen Landesmuseum war seinerzeit ein Präparat eines solchen Fisches mit etwa 40 Kilogramm ausgestellt. Sein Kaviar mit feinem nussartigen Geschmack ist als „Ossietra“ bekannt.</li>
<li>Der <strong>Glattdick</strong> (Acipenser nudiventris): in der Form ähnlich den Waxdick, aber die bauchseitigen Schilde verschwinden bei erwachsenen Fischen. Daher der Namensteil „glatt“. Vom Waxdick ist er u.a. durch die Körperform (erstes Rückschuld größer und dort größte Körperhohe) zu unterscheiden. Üblich bis 2,20 Meter und 80 Kilogramm Gewicht. Der Schwerste wog 127 Kilogramm.</li>
<li>Der<strong> Europäische Stör </strong>(Acipenser sturio) kommt auch heute noch im Schwarzen Meer vor und wird bis zu 3,4 Meter lang und dabei mehr als 300 Kilogramm schwer.</li>
<li>Der<strong> Europäische Hausen </strong>(Huso huso), der größte im Süßwasser vorkommende Fisch. Exemplare bis 7 Meter Länge und 1.500 Kilogramm sind verbürgt. Er liefert den begehrten großkernigen Belugakaviar.</li>
</ul>
<h2>Der „Hausenhacker“</h2>
<p class="bodytext">Bis in die Neuzeit waren der Sterlet und seine größeren Verwandten in Österreich eine so weit und zahlreich verbreitete Fischart, dass in Wien ein eigener Berufsstand, der sogenannte „Hausenhacker“, sich nur mit der Verarbeitung dieser riesigen Fische beschäftigt hat. Hausen wurden auch in Österreich an seichteren Donauabschnitten durch reusenartige Vorrichtungen und unter Verwendung von Wurfspießen erbeutet. Alles vom Hausen und seinen Verwandten wurde der Verwendung zugeführt. Der Rogen war als Kaviar eine geschätzte Delikatesse bzw. oft auch ein Volksnahrungsmittel, das Fleisch wurde frisch konsumiert sowie mit Salz oder durch Räuchern konserviert. Die schuppenlose Haut wurde zu Leder verarbeitet. Die Schwimmblase wurde zum hochgeschätzten Hausenleim verkocht, der ein über Jahrhunderte unersetzbarer Werkstoff für die Holzverarbeitung war. Die gefangenen Hausenmengen waren unglaublich.  Am Höhepunkt der Donaufischerei im 15. und 16. Jahrhundert sollen in Wien an manchen Markttagen bis zu 450 Stück Hausen mit einem Gesamtgewicht von „900 Zentnern“, umgerechnet also 50.400 Kilogramm, angeboten worden sein!<br />
Einzelne Hausen sollen eine Länge von 7 Metern und ein Gewicht von über 1.500 Kilogramm erreicht haben.</p>
<p class="bodytext">Auch Sterlets sind sehr wohlschmeckend und ihre Eier wurden früher genauso wie die der größeren Arten als „Kaviar“ genossen.</p>
<h2>Was den Stör stört</h2>
<p class="bodytext">Heute ist der Bestand dieser Arten extrem zurückgegangen. Durch die beiden Kraftwerke am Eisernen Tor und durch die Staumauer bei Gabcikovo kann derzeit keiner dieser Großfische über die Donau nach Österreich oder Deutschland aufsteigen.</p>
<ul>
<li>Alle Störartigen, auch der kleine Sterlet, wollen bzw. müssen wandern um ihr Laichgeschäft erfolgreich zu erledigen. Auch wenn der Sterlet dabei keine so weiten Stecken zurücklegt, so behindern ihn dabei die immer zahlreicher gewordenen <strong>Querbauwerke </strong>(zB Staumauern von Wasserkraftwerken) erheblich. Der Sterlet hat als einziger der ursprünglich in Österreich beheimateten Störarten nur aus dem Grund überlebt, weil er eben nicht ins Meer wandern muss.</li>
<li>In letzter Zeit kommt noch das immense Anwachsen von <strong>Fressfeinden </strong>wie dem Kormoran und hinzu. Der einseitige und übertriebene Schutz dieser wenigen Arten bedroht nicht nur den Sterlet – vor allem in seinen frühen Entwicklungsstadien – sondern gefährdet viele bereits seltene und schützenswerte Fischarten.</li>
<li>Die noch immer weitgehend unerforschte Aus- und Wechselwirkung von im Wasser auch nach der Klärbehandlung vorhandenen <strong>Schadstoffen </strong>und hormonwirksamen Substanzen stellt sicherlich auch für den Sterlet eine weitere, wahrscheinlich noch unterschätzte, Bedrohung dar.</li>
<li>Neben der Vielzahl menschlicher Einwirkungen wird der Sterlet auch von einem „<strong>alien“</strong> bedroht. Neueste Untersuchungen zeigten, dass eine fremde Störart, der Sibirische Stör im Lebensraum des Sterlet zu finden ist und dass diese Art sich mit dem Sterlet kreuzt. Inwieweit dadurch die kleine Sterletpopulation in ihrem Bestand existenziell bedroht ist, kann nicht abgeschätzt werden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes, welches vom Oberösterreichischen Landesfischereiverband gefördert wird, soll diese Frage beantwortet werden.</li>
</ul>
<p class="bodytext">Diese Einschränkungen, sowie die Verkleinerung und allgemeine Verschlechterung des Lebensraumes durch den Eingriff des Menschen haben die Bestände aller Störe rasant schrumpfen lassen, teilweise bis zum Rand der Ausrottung.</p>
<p class="bodytext"><b>Die Nominierung zum Fisch des Jahres 2014 soll dazu beitragen den Sterlet  möglichst vielen Menschen, auch ohne direkten Bezug zur Fischerei, bekannt und ihn für dieses Jahr auch zum Botschafter aller bedrohten Arten unserer heimischen Fischwelt zu machen.</b></p>
<p>Foto: C. Ratschan ezb Zauner</p>

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		<title>2013: Die Forelle (Salmo Trutta)</title>
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				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Es gibt in Europa kaum einen Fisch, der bekannter und geschätzter ist als die Forelle</p>
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			<p class="bodytext">Es gibt in Europa kaum einen Fisch, der bekannter und geschätzter ist als die Forelle, sie ist mit Sicherheit der <b>VIF, der „Very Important Fish“</b> schlechthin.</p>
<h2>&#8222;In einem Bächlein helle, da schoss in froher Eil<br />
Die launige Forelle, vorüber wie ein Pfeil!&#8220;</h2>
<p class="bodytext">Das war einmal, und so soll es wieder sein! Wer kennt es nicht, das Lied von der Forelle von Franz Schubert. Warum wurde sie, die besungene Forelle, Fisch des Jahres 2013? Trotz ihres hohen Bekanntheitsgrades gehört sie heute zu den am meisten gefährdeten wildlebenden Fischarten Europas: Kraftwerke, Regulierungen, chemische Schadstoffe und viele andere Faktoren haben den Lebensraum der Forelle äußerst nachteilig verändert &#8211; und die Fischfresser dezimieren die schrumpfenden Restbestände weiter bis hin zum völligen Erlöschen in manchen Gebieten.</p>
<p class="bodytext">Durch die Regulierung und Verbauung unserer heimischen Flüsse und Bäche sind die natürlichen Lebensräume aller drei Forellentypen bedroht. Viele Barrieren in Form von Staustufen und Wehren behindern sie auf ihren Wanderungen und schneiden sie von ihren Laichrevieren ab. Zudem stellen die Turbinen von Wasserkraftwerken eine tödliche Falle für sie dar.</p>
<p class="bodytext">Das bedeutet, wir brauchen naturnahe und durchgängige Fließgewässer. Nur dann haben die Forellen, wie auch andere Wasserbewohner, eine Chance als Schmuckstücke unserer heimischen Naturlandschaft erhalten zu bleiben.</p>
<h2>Eine Art – drei Ökotypen</h2>
<p class="bodytext">Was gemeinhin als „Forelle“ bekannt ist, stellt sich bei näherer Betrachtung als drei genetisch gleiche, doch in verschiedenen Habitaten lebende Schwestern heraus: nämlich die Bachforelle, die Seeforelle und die Meerforelle.<br />
Trotz deren Gleichheit haben sich die Forellen allerdings auch äußerlich an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst: während Bachforellen mit 20 &#8211; 40 cm und 1 &#8211; 1,5 kg in der Regel relativ klein bleiben, wird die Seeforelle 40 &#8211; 80 cm lang und 10 &#8211; 15 kg schwer, hingegen erreichen Meerforellen 140 cm und ein Gewicht von 50 kg. Allein diese Größenunterschiede sind ein wunderschönes Beispiel dafür, wie sehr der Lebensraum die Entwicklung einer Tierart prägen kann. Deshalb auch die Bezeichnung „Ökotypen“ für die vom Lebensraum beeinflussten Unterarten der Forelle.</p>
<h2>Österreich und Europa</h2>
<p class="bodytext">In unseren heimischen Gewässern kommen sowohl die Bachforelle als auch die Seeforelle vor, die Meerforelle logischerweise nicht. Deshalb sind die Österreichischen Fischereiorganisationen  übereingekommen, die Forelle (Salmo trutta) zum Fisch des Jahres 2013 zu küren. Während sich das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz ÖKF in Übereinstimmung mit dem deutsprachigen EU-Raum – d.s. VDSF (Verband Deutscher Sportfischer), DAV (Deutscher Anglerverband), BfN (Bundesamt für Naturschutz) und VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) &#8211;  des Schwesterntrios Bachforelle / Seeforelle / Meerforelle annimmt, konzentriert sich der Österreichische Fischereiverband ÖFV auf die Seeforelle.</p>

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		<title>2012: Der Huchen</title>
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				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Der Huchen ist der größter Vertreter der Forellenartigen oder Salmoniden</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2012-der-huchen/">2012: Der Huchen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at">Fishlife</a>.</p>
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<p class="bodytext">Wegen der nach wie vor akuten bzw. durch geplante Kraftwerksprojekte wieder aufgeflammten Existenzgefährdung hat das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) für 2012 den Huchen zum Fisch des Jahres nominiert. Diese Entscheidung wurde in Übereinstimmung mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft und dem Österreichischen Fischereiverband getroffen.</p>
<p class="bodytext">Der Huchen ist der größter Vertreter der Forellenartigen oder Salmoniden. Im Donauraum wurden früher Huchen mit über 50kg gefangen, heute erreichen die größten Exemplare etwa 30kg. Die Grundvoraussetzung für die Riesen der Vergangenheit waren vor allem schier unermessliche Nasenschwärme.</p>
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<h2>Futtermangel</h2>
<p class="bodytext">Durch  den drastischen Rückgang aller Fischarten im Donauraum finden Huchen nicht mehr genug Futter, um in größeren Beständen selbsterhaltend zu existieren. Als Prof. M. Jungwirth nur mehr in vier unserer Flüsse sich selbst erhaltende Huchenbestände feststellte, gab es in der 33km langen Donaustrecke der Wachau nur mehr etwa 8000 Nasen. Das ist die Weißfischart, von der sich der Huchen überwiegend ernährt, und auch die anderen, für den Donauraum typischen Schwarmfischarten waren dramatisch zurückgegangen. Gerade beim Huchen, der aufgrund seiner majestätischen Größe an der Spitze der Nahrungskette in seinem Lebensraum steht, zeigte sich besonders, wie lawinenartig sich die vielfältige Schädigung unserer Fließgewässer auswirkt.</p>
<h2>Einordnung</h2>
<p class="bodytext">In Asien gibt es mehrere Huchenarten, wie bei allen Forellenartigen sind sich die Wissenschaftler auch bei diesen Fischen über die Zugehörigkeit nicht einig. Unbestritten ist, im Bereich der Donau gibt es nur eine Art, unseren Huchen. Bei der größten Art, dem asiatischen Taimen (wird noch größer als unser Huchen, angeblich bis zu 100kg) gibt es aber bereits unterschiedliche Ansichten. Holcik veröffentliche 1988, er habe mit mikrobiologischen Methoden nachgewiesen, dass Huchen und Taimen dieselbe Art wären. Es bleibt abzuwarten, worauf sich die Wissenschaft einigen wird. Für unseren Huchen ist das aber ohnedies ohne jegliche Bedeutung.</p>
<h2>Fischerei</h2>
<p class="bodytext">Die erfolgreichen Bemühungen um die Weiterexistenz des Huchens ermöglichen regional sogar wieder eine verantwortungsbewusste Fischerei auf diesen Raubfisch. Obwohl der Huchen im Sommer viel mehr jagt, ist der Winter die Hauptfangzeit. Da haben sich die Futterfische zurückgezogen, außerdem  sind die Rogner (Weibchen) im Winter hungriger, weil sie die Laichprodukte aufbauen. Trotzdem kann man oft tagelang fischen und nichts tut sich. Sogar die „Experten“ unter den Huchenfischern sind eben doch auch vom Anglerglück abhängig.</p>
<p class="bodytext">
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<div class="csc-textpic-text">
<h2>STECKBRIEF</h2>
<p class="bodytext">Der Huchen ist der größte Lachsfisch – „Salmonide“ oder „Forellenartiger“ – der Welt: Der Eurasische Huchen erreicht eine Länge bis zu 2m und ein Gewicht von 60kg; selbst bei Wien wurden noch im 19. Jahrhundert Huchen mit über 50 kg gefangen. Heute – 2012 – kommen Huchen mit mehr als 30kg im Donauraum nicht mehr vor.</p>
<h3>Körpermerkmale</h3>
<p class="bodytext">Der Körperbau des Huchen weist ihn als perfekten Räuber im bewegten Flusswasser aus: langgestreckt und torpedoförmig, durch graue oder graubraune Färbung gut getarnt, ein tief gespaltenes Maul mit spitzen Zähnen.<br />
Wie alle Forellenartigen trägt er auf dem Rücken eine Fettflosse, seine kleinen Schuppen können – je nach regionalem Stamm – rötlich schimmern, die Flanken weisen ausschließlich schwarze Punkte auf; dadurch kann man ihn etwa als Jungfisch nicht mit der rot-schwarz gepunkteten Bachforelle verwechseln.</p>
<h3>Lebensweise</h3>
<p class="bodytext">Der Huchen bezieht tiefe Gumpen der Fließgewässer und ernährt sich von großen Beutefischen, Wasservögeln und kleinen ins Wasser geratenen Säugertieren. Doch nicht sein ganzes Leben verbringt er auf diese Weise, seine „Kindheit“ und „Jugend“ verlaufen gänzlich anders:<br />
Die Huchenweibchen legen in der kalten Jahreszeit bis zu 2m lange, „Huchenrieb“ genannte Laichgruben an, indem sie den Kies mit der Schwanzflosse wegschlagen. Dort legen die Huchen ihren Laich paarweise ab, das Weibchen schwimmt dabei immer ein kleines Stück stromauf, um die stromab liegenden Eier mit aufgewirbeltem Kies zu bedecken. Deshalb muss auch der Schotter gut durchströmt sein, damit die Eier und später die Brütlinge immer genug Sauerstoff erhalten.<br />
Wenn die Brütlinge schlüpfen, haben sie noch einen Dottersack, und erst wenn der aufgebraucht ist, kommen die kleinen Fische aus dem Schotter. Nun schnappt der Fisch kleine daherperlende Luftblasen und schluckt sie, presst sie in die Schwimmblase. Danach fängt der Huchen auch schon zu fressen an, winzige Tierchen wie etwa Kriebelmückenlarven.<br />
Sein Lebensraum in dieser Zeit sind seichte, strömungsberuhigte Buchten. Dann, ein wenig größer, wechselt er in seichte Rieselstrecken, und später, mit der steigenden Größe seiner Beutefische, allmählich in stärkere Strömung und tieferes Wasser.<br />
Die halbwüchsigen, 30 bis 40 cm langen Huchen leben in der Donau z.B. über Schotterbänken im Freiwasser, sie jagen Hasel- und Grundelschwärme, auch Jungfische von Aitel, Barbe und Nase.</p>
<h3>Verbreitung</h3>
<p class="bodytext">Der Lebensraum des Huchen ist aufgrund von Sauerstoffgehalt und Wassertemperatur die Äschen- und Barbenregion. Der Huchen besiedelte diese Region der Flüsse im Donaugebiet, von Bayern bis zur Westukraine. Laut Literatur kam er nur in den südlichen Zubringern vor, doch wurden Huchen durchaus auch im Kamp und anderen nördlichen Flüssen dokumentiert.<br />
Durch Regulierungen, Begradigungen, Uferbefestigungen, Einleitungen von Abwässern aller Art und die ersten Wasserkraftwerke schrumpften die Huchenbestände bereits im 19. Jht, stark beschleunigt dann mit dem Boom der Wasserkraftwerke ab den Fünfzigerjahren des 20. Jhts. Noch vor wenigen Jahrzehnten stellte Prof. M. Jungwirth nur mehr in vier unserer Flüsse sich selbst erhaltende Huchenbestände fest (Drau, Gail, Mur und Pielach).<br />
Heut kommen Huchen dank vielseitiger Bemühungen auch wieder in Enns, Traun, Vöckla oder Ybbs vor. Selbst in der Donau östlich von Wien wurden in den letzten Jahren immer wieder vereinzelt Huchen gefangen. Einzelne Huchen gibt es aber sogar im Wiener Donaukanal, wie gelegentliche Fänge zeigen.</p>
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<p>Foto: Herbert Frei
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		<title>2011: Die Äsche</title>
		<link>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2011-die-aesche/</link>
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				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>Die Äsche – früher ein Massenfisch in unseren Flüssen – nun eine extrem gefährdete Art</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2011: Die Äsche</h2>
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			<p><strong>Die Äsche – früher ein Massenfisch in unseren Flüssen – nun eine extrem gefährdete Art.</strong></p>
<h3>Eigenschaften</h3>
<table class="contenttable contenttable-0" border="2">
<tbody>
<tr class="tr-even tr-0">
<td class="td-0">Familie</td>
<td class="td-last td-1">Lachsfische (Salomoniden, Forellenartige)</td>
</tr>
<tr class="tr-odd tr-1">
<td class="td-0">Aussehen</td>
<td class="td-last td-1">langgestreckter, stromlinienförmiger Körper, hohe lange Rückenflosse, v.a. beim Männchen (Fahne), birnenförmiges Auge, ralitv große Rundschuppen, nur schwarze Punkte</td>
</tr>
<tr class="tr-even tr-2">
<td class="td-0">Nahrung</td>
<td class="td-last td-1">Kleintierfresser (Insekten, Bachflohkrebse)</td>
</tr>
<tr class="tr-odd tr-3">
<td class="td-0">Lebensraum</td>
<td class="td-last td-1">Äshcenregion: kühl, rein, klar, sauerstoffreich, Fisch des Freiwassers, der keine Verstecke sucht</td>
</tr>
<tr class="tr-even tr-4">
<td class="td-0">Vorkommen in Österreich</td>
<td class="td-last td-1">Drau, Mur, Inn, Salzach sowie sämtliche Voralpenflüsse von Traun bis Pielach</td>
</tr>
<tr class="tr-odd tr-5">
<td class="td-0">Gefährdung</td>
<td class="td-last td-1">Veränderung des Lebensraums, übersteigerter Schutz der Fischfresse wie Kormoran</td>
</tr>
<tr class="tr-even tr-last">
<td class="td-0">Kuriosa aus Österreich</td>
<td class="td-last td-1">Mit über 200 Pigmentflecken gehören die österreichischen Äschen zu den mit den meisten Punkten. Es gibt Innäschen mit blaugrauen Flüssen und Drauäschen mit rötlichen Flossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="bodytext">Die Äsche ist ein hervorragender Speisefisch, dessen Fleisch sich durch einen leicht thymianartigen Geruch (daher auch der Name Thymallus Thymallus) auszeichnet. Dieser Geruch verschwindet aber bei der Zubereitung.</p>
<h3>Gefährdung:</h3>
<p class="bodytext">Aus der Chronik des Stiftes Lambach: „Im Jahr 1707 wurden in nur zwei Tagen über 3000 Äschen in der Traun gefangen!“ &#8211; Und wo bleibt sie heute?</p>
<p class="bodytext">Ganz bestimmten Flussabschnitten gab sie durch ihr früheres massenhaften Vorkommen ihren Namen: <b>Äschenregion</b>: kühle Wassertemperatur, rein, klar und sauerstoffreich, nicht mehr wild dahinschießend wie in den Forellenbächen. Genau diese Lebensräume für die Äsche wurden größtenteils zerstört. Mit ihren tränenförmigen Augen scheint es, als würde sie ihrem verloren gegangenen Lebensraum nachweinen.</p>
<p class="bodytext"><b>Vielerlei Gründe haben zum Rückgang der Äsche geführt:</b></p>
<ul>
<li>Gewässerregulierungen</li>
<li>Wasserkraftwerke,</li>
<li>Gewässerverschmutzung,</li>
<li>Gewässererwärmung durch Klimawandel und nicht zuletzt</li>
<li>übersteigerter Schutz des Kormorans</li>
</ul>
<p class="bodytext">Begradigte Flussläufe, Wehre, Hochwasserschutzzonen, abgeholzte Uferzonen machen die Äsche zu einer leichten Beute des Kormorans. Im Gegensatz zur Forelle sucht die Äsche bei Gefahr keine Deckung unter den Steinen und wird so für ihre Fressfeinde in den meist kleinen Flüssen zur leichten Beute. Das ÖKF tritt für ein ökologisches Gleichgewicht zwischen Fisch- und Vogelschutz ein. Hat die „Äsche“ nicht denselben Schutz wie der Kormoran verdient? Gemäß „Artenschutz beginnt im Wasser!“ setzt sich das ÖKF für den Erhalt bedrohter Fischbestände, nicht nur der Äsche ein.</p>
<dl class="csc-textpic-image csc-textpic-firstcol csc-textpic-lastcol">
<dt></dt>
<dd class="csc-textpic-caption">Äschensetzlinge (12-15 cm), die zum Aufbau einer selbstreproduzierenden Population vom FV Leibnitz in die Sulm und Lassnitz freigesetzt wurden, @ Werner Pommer/FV Leibnitz</dd>
</dl>
<h3>In vielen Flüssen kann der Bestand nur mehr durch Fürsorge, Hege und Pflege der Fischer aufrecht erhalten werden.</h3>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3>Was wollen wir?</h3>
<p class="bodytext">Mit der Wahl zum Fisch des Jahres wollen wir gemeinsam mit dem VDSF (Verband Deutscher Sportfischer), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf die Gefährdung dieses wunderschönen Fisches und seines Lebensraumes hinweisen.</p>
<h3>Nur in ökologisch funktionierenden Flusslebensräumen wird es langfristig möglich sein, die Äsche als wichtigen Teil unserer Natur zu schützen und zu erhalten.</h3>
<p>Foto: Andreas Hartl</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
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		<title>2010: Die Karausche</title>
		<link>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2010-die-karausche/</link>
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				<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 19:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

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				<description><![CDATA[<p>„Überlebenskünstler“ – und doch bedroht</p>
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								<content:encoded><![CDATA[<div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner "><div class="wpb_wrapper"><h2 style="text-align: left" class="vc_custom_heading" >Fisch des Jahres 2010: Die Karausche</h2>
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			<h2>„Überlebenskünstler“ – und doch bedroht</h2>
<p>Die Karausche wurde vom ÖKF (Österr. Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz) in Zusammenarbeit mit dem VDSF (Verband Deutscher Sportfischer), dem BfN (Bundesamt für Naturschutz“ und dem VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) zum Fisch des Jahres 2010 gekürt.</p>
<p>Damit soll ein wenig bekannter, aber dennoch interessanter Fisch vorgestellt werden. Zudem wollen wir darauf hinweisen, dass die Karausche durch <b>Gefährdung und Verlust ihrer Lebensräume</b> in unseren heimischen Gewässern immer seltener wird. Sie bevorzugt nämlich die immens bedrohten kleinen dicht verwachsenen <b>Augewässer</b>, die gelegentlich überflutet werden und ist sogar in kleinsten <b>Tümpeln</b> zu finden.</p>
<p>Das kleine Kuriosum, dass „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ in Witold Gombrowichz’ gleichnamigen Drama (als Oper bei den Wiener Festwochen 2009 im Theater an der Wien uraufgeführt) ausgerechnet an einer Karauschen-Gräte mordplangerecht erstickt, mag wohl die geringste Ursache für die Gefährdung dieser Fischart sein.</p>
<h3>Daten und Fakten über die Karausche:</h3>
<p><b>Familie</b>:  Karpfenfische (Cypriniden)<br />
<b>Aussehen</b>: gedrungener hochrückiger Körper mit einem kleinen endständigen Maul<br />
<b>Farbe</b>: grau über grünlich bis messinggelb<br />
<b>Körperlänge</b> 20 bis 35 cm, kann im Extremfall sogar ein Gewicht von über 3 kg erreichen<br />
<b>Geschlechtsreife</b> im 3. – 4. Lebensjahr<br />
Sommerlaicher, von Mai bis Juni, legt bis zu 300000 Eier, portionsweise an Wasserpflanzen</p>
<p>Aber wie schon erwähnt, ist die Karausche ein interessanter Fisch mit einigen erwähnenswerten Besonderheiten:</p>
<p>Bei Austrocknung des Gewässers kann sich die Karausche im Schlamm vergraben und bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff auskommen. Sie gilt deshalb im Tierreich als<b> „Meister im Luftanhalten“.</b></p>
<p>Im Winter verfällt die Karausche &#8211; im Schlamm eingegraben &#8211;  in eine Art <b>Winterstarre</b> und kann sogar vom Eis eingeschlossen überleben.</p>
<p>Karauschen ernähren sich von Kleinstlebewesen und fressen bis zu einer Größe von immerhin 30 cm zu 80% Plankton und nur den Rest Bodentiere und Pflanzen.</p>
<p>Schutz und Wiederherstellung des natürlichen Lebensraums kommen übrigens nicht nur der Karausche zugute sondern sichern vielen verschiedenen Arten das Überleben. Dafür setzt sich das ÖKF im Rahmen des Nationalen Gewässerplans als auch in der <b>Plattform „Flüsse voller Leben“</b> vehement ein.</p>
<p>Foto: Wolfgang Hauer</p>

		</div>
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		<title>2009: Der Aal</title>
		<link>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/2009-der-aal/</link>
				<comments>https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/2009-der-aal/#respond</comments>
				<pubDate>Tue, 15 Aug 2017 14:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Mair]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch des Jahres]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dev.fishlife.at/?p=1057</guid>
				<description><![CDATA[<p>Jeder kennt ihn … aber auch morgen noch?</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at/fisch-des-jahres/2009-der-aal/">2009: Der Aal</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.fishlife.at">Fishlife</a>.</p>
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			<h2>Jeder kennt ihn … aber auch morgen noch?</h2>
<p>Jeder bei uns und in Europa, auch die Nichtfischer, kennt den Aal, weiß, wie er ausschaut. Doch die wenigsten wissen, dass es ohne effektive Schutzmassnahmen schon bald keinen Aal mehr geben wird. Seit rund 10 Jahren steht dieser eigenartige Fisch auf der Roten Liste bedrohter Tierarten.</p>
<p>Und weil von alleine nichts weitergeht, haben das Österreichische <b>Kuratorium für Fischerei &amp; Gewässerschutz (ÖKF) und der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) </b>diese bedrohte Art zum Fisch des Jahres 2009 erkoren. Der <b>Verband Deutscher Sporttaucher (VDST</b>) hat sich der Initiative angeschlossen und erfreulicherweise nun auch der <b>Schweizerische Fischereiverband (SFV)</b>. Somit sind die Anglerorganisationen des gesamten deutschsprachigen Raumes bereit, im kommenden Jahr Aktionen zu setzen, damit der Aal wieder von der Roten Liste gestrichen werden kann – oder zumindest nicht im Ranking weiter nach oben rutscht.</p>
<h2>Wieso bedroht?</h2>
<p>Das, was den Aal so besonders macht, ist gleichzeitig auch seine größte Angriffsfläche: Sein Geburtsort, die Karibik, und seine jahrelangen Wanderungen zwei Mal quer über den Grossen Teich, von seiner Kinderstube in die europäischen Flüsse und, etliche Jahre später, wieder an den Ort seiner frühen Jugend zurück. Ehrlich, wer von uns würde die Sargasso-See kennen, wüsste man nicht, dass die Aale dort ihre Laichgründe haben …</p>
<p>Diese schier <b>endlosen Wanderungen</b> bergen natürlich alle Risiken, denen Tiere auf Wanderungen ausgesetzt sind. Doch darauf hat sich die Natur eingestellt und schickt entsprechend große Stückzahlen auf den Weg. Womit die Natur nicht gerechnet hat, sind die von Menschen errichteten <b>Hindernisse in den Flüssen, Querbauten, Wasserkraftwerke, die ein Aufsteigen der (Glas-)Aale oft vereiteln</b>. Doch die weitaus größere Gefahr lauert in der Gegenrichtung, wenn die Aale nun als „Blankaale“ wieder dem Meer zustreben, um dort abzulaichen und danach ihren Lebenszyklus zu beenden. Auf diesem Weg die Flüsse hinunter müssen sie ohne jede Ausweichmöglichkeit durch eine Kette von Wasserkraftwerken &#8211; die meisten werden dabei in den <b>Turbinen zerhackt</b> &#8230;</p>
<p>Und keinesfalls hat die Natur mit dem grenzenlosen „<b>Appetit</b>“ und der nicht minder großen Gier der Menschen gerechnet. Vor allem in Frankreich, Portugal und Spanien werden die jungen (Glas-)Aale zu Millionen gefangen; was nicht als <b>Delikatesse</b> unmittelbar in Konservendosen landet, geht als teuer bezahlter Export nach Fernost, wo die Aale noch gemästet werden, ehe sie … genauso wieder als Delikatesse auf feinem Porzellan landen.<br />
Sollten irgendwo noch ein paar Aale diesem gewerblichen Gemetzel entgangen sein, nun, dann kümmern sich biologische Feinde um den kläglichen Rest: etwa der Schwimmblasenwurm, das Aal-Herpesvirus, und selbstverständlich fordert auch die durch widernatürlich rigorose Schutzmaßnahmen exponentiell angestiegene Anzahl der europäischen Kormorane ihren Tribut.</p>
<h2>Gegenmaßnahmen in letzter Minute</h2>
<p>Die EU-Fischereiminister haben diese Gefahren nun erkannt und unter der deutschen Ratspräsidentschaft ein<b> europaweites Rettungsprogramm</b> für die Aale beschlossen. Bis Ende des Jahres müssen nun alle EU-Staaten eigene Managementpläne vorlegen. Ab 2009 sollen neben anderen Maßnahmen erstmals eine bestimmte Menge gefangener Glasaale verpflichtend zur Aufzucht in den Binnengewässern ausgesetzt werden.<br />
Auch das Weltartenschutzabkommen CITES hat auf seiner 14. Vertragsstaatenkonferenz, auf Antrag Deutschlands, ein Rettungsprogramm und strenge Handelsbeschränkungen für Aale beschlossen, um den bedrohten Fisch besser zu schützen.<br />
Die Angelfischerei leistet ohnehin freiwillig und ohne politischen Druck schon seit Jahren ihren Beitrag zur Erhaltung des Aals und investiert erhebliche finanzielle Mittel in Besatzmaßnahmen; ohne diese Engagement wären die Bestände noch deutlich niedriger als sie ohnedies schon sind.<br />
Bleibt zu hoffen, dass mit den geplanten Maßnahmen das Überleben des Europäischen Aals gesichert werden kann, denn es wäre schade, wenn dieser biologisch so interessante Fisch in Zukunft nicht mehr in unseren Gewässern, sondern nur noch in unserer Erinnerung leben würde.</p>
<p>Foto: Wolfgang Hauer</p>

		</div>
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