10. ÖKF FishLife FORUM

AUF DEM WEG IN DIE ZUKUNFT

Die konsequente Arbeit der zahlreichen Fischereivereine und -verbände für die Gesellschaft, für die Umwelt und die Wirtschaft 
wird in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen. 
Hier ist eine Trendwende einzuleiten und noch aktiver auf die Menschen zuzugehen. 
Wir müssen über über das Fischen, unsere Arbeit am Wasser und die positiven Auswirkungen auf Mensch, Fisch und Natur reden. 
Wir alle! Denn gemeinsam sind wir stärker! Und ausgestattet mit ausreichenden finanziellen Mitteln!

Podiumsdiskussion der Fischereiorganisationen
Bündelung aller Kräfte um das Ökosystem Wasser zu erhalten
Intensivierung und Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit

Landesfischereiverband Kärnten: DI Hubertus ORSINI-ROSENBERG (Obmann)
LFV Niederösterreich: Karl GRAVOGL (Landesfischermeister)
Fischereiverband für das Land Vorarlberg: Peter MAYRHOFER (Präsident)
LFV Oberösterreich: Siegfried PILGERSTORFER (Landesfischermeister)
Österreichischer Fischereiverband/LFV Salzburg: Mag. Ludwig VOGL (Präsident ÖFV/Obm. Stv. LFV Sbg)

Fünf der acht Landesfischereiorganisationen und der Österreichische Fischereiverband haben sich der Podiumsdiskussion zum Thema „Bündelung aller Kräfte in der Öffentlichkeitsarbeit“ gestellt. Daraus zwei starke Statements.

Österreichische Fischereigesellschaft fordert politisches Gewicht für die Fischerei

„Generationen von Funktionären haben in den Verbänden davon gesprochen, dass die Angelfischerei ein „schlafender Riese“ sei“, erläuterte Franz Kiwek, Präsident der Österreichischen Fischereigesellschaft. „Nimmt man an, dass ca. 180.000 Angler insgesamt eine amtliche Fischerkarte in einem der neun Bundesländer besitzen, ist diese Einschätzung keinesfalls übertrieben. Ich vermisse jedoch seit vielen Jahren den Willen der meisten Funktionäre, diese Kräfte zur Umsetzung der Interessen der Fischerei zusammenzuführen. Unterschiedliche, zum Teil überhaupt nicht vorhandene Strukturen in den Landesverbänden, fehlgeleitete finanzielle Mittel, die nicht der Fischerei zur Verfügung stehen, sondern im Budget der Länder eine Fremdverwendung finden, sowie Landesfischereigesetze, die mit benachbarten Bundesländern nicht ausreichend abgestimmt sind. Das sind, in wenigen Worten, die Unzulänglichkeiten, die es dringend aufzuarbeiten gilt, will man Österreichs Fischerei in Zukunft ein entsprechendes politisches Gewicht verleihen. Um die Situation zu verbessern ist vorrangig ein entschlossenes Auftreten der gewählten Fischereifunktionäre der betroffenen Bundesländer für diese Ziele des Verbandes im jeweiligen Bundesland einzufordern. Des Weiteren ist ein effizient arbeitender Österreichischer Fischereiverband, der zwischen den Ländern koordiniert und im Strukturverbesserungsprozess des jeweiligen Bundeslandes gezielte Unterstützungsarbeit leistet, dringend einzufordern.

Als Partner auf Augenhöhe bietet sich bei dieser Mammutaufgabe das ÖKF an, da dieses auf ausgezeichnete Strukturen in allen Bundesländern zurückgreifen kann. Diesen Prozess bestmöglich zu unterstützen sind auch die ÖFG und der VÖAFV bereit. Ein diesbezüglicher „Runder Tisch“ im Zentrum von Österreich sollte nicht allzu lange hinausgeschoben werden.“

Ehrenpräsident des ÖKF-FishLife, Dkfm. Volkmar Hutschinski, nimmt den Vorschlag auf und subsummiert nach der Podiumsdiskussion mit den Fischereiorganisationen: “Die Bündelung der Kräfte bezüglich Finanzierung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit konnte in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht ausreichend präzisiert und festgelegt werden. Deshalb mache ich den Vorschlag, in einer baldigen Zusammenkunft zwischen den Landesfischereiorganisationen und dem ÖKF die weitere Vorgangsweise zu diesen Themen zu besprechen.