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  • Europäische Anglerallianz: Mitreden – Mitgestalten – Mitbestimmen!

Europäische Anglerallianz

Österreich im Zentrum der europäischen Angelfischerei

Mitreden – Mitgestalten – Mitbestimmen!

Vom 3. bis 7. September 2025 war das Österreichische Kuratorium für Fischerei (ÖKF) Gastgeber der Generalversammlung der Europäischen Anglerallianz (EAA) in Wien. Vertreter aus zehn Mitgliedsstaaten darunter renommierte Partner aus Großbritannien, Norwegen, Finnland, Schweden, Slowenien, der Schweiz, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark diskutierten über das Fischen, Naturschutz und Gewässerpolitik. Damit stand unser Land für einige Tage im Mittelpunkt der europäischen Angelfischerei.

„Die gesamte Angelfischerei Österreichs profitiert von der Mitgliedschaft des ÖKF in der EAA. Nur mit einer starken Stimme in Brüssel können wir die Zukunft unserer Gewässer und Fische gestalten.“, Sonja Behr

 

Der Anspruch der EAA: The voice of the European Anglers


Die Basisarbeit findet in den Arbeitsgruppen Freshwater, Sea und Joint statt.


Das engagierte Team der European Anglers Alliance bei der spannenden Exkursion zum LIFE-Boat 4 sturgeons auf der Wiener Donauinsel

EAA Arbeitsgruppen: Bilanz ziehen und zukünftige Aktivitäten planen

 

In den Arbeitsgruppen standen verschiedene Themenschwerpunkte im Vordergrund. Nach langer Vorbereitung wurde die EAA-Position zu Offshore-Erneuerbaren Energien (ORE) verabschiedet. Und wie häufig in den letzten Jahren wurde der aktuelle Stand zur Bewertung der Gemeinsamen Fischereipolitik, und ganz aktuell, die Überarbeitung der Fischereikontrollverordnung diskutiert.

 

In der Arbeitsgruppen „Binnengewässer“ stand die Arbeit der EAA in der Plattform „Living Rivers Europe“ im Mittelpunkt. Der niederländische Verband Sportvisserij Nederland berichtete außerdem über seine rechtlichen Schritte zum Thema Wasserkraft in der Maas. Mit seiner Präsentation gab Ruben Bil von der Sportvisserij Nederland einen kurzen Überblick über die eingeleiteten rechtlichen Schritte, den verwendeten Rechtsrahmen und andere relevante Elemente, die anderen EAA-Mitgliedern helfen können, die bestehenden Umweltgesetze durchzusetzen, um weitere Schäden an wandernden Fischarten durch Wasserkraftwerke zu verhindern.

Und auch dieses Jahr stand der Kormoran natürlich auf der Agenda. Zum einen hat die EIFAAC die letzte Version des Europäischen Managementplans und einen Konferenzbericht veröffentlicht. Zum anderen wird das Forschungsprojekt ProtectFish von der EAA als Mitglied im externen Beirat und auch vom ÖKF als Stakeholder intensiv begleitet. Von der österreichischen Feldarbeit berichtete Kurt Pinter dann in der Open Session am darauffolgenden Tag.

Daneben gaben alle beteiligten Organisationen kurze Berichte über erfolgreiche Initiativen zur Förderung der Anglerbeteiligung – mit besonderem Fokus auf Jugendliche und bislang unterrepräsentierte Gruppen, wie etwa Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

Ein Erlebnis war die Exkursion zum LIFE-Boat 4 Sturgeon auf der Donauinsel unter der Leitung von Thomas Friedrich (BOKU). Im Fokus steht der Schutz und die Wiederansiedlung stark bedrohter Störarten – eine der ältesten Fischfamilien Europas. Mit innovativen Methoden werden Aufzuchtstrategien für den Aufbau stabiler Bestände in der unteren Donau entwickelt. Der Projektkoordinator Dr. Thomas Friedrich (BOKU) hielt einen Vortrag über die schwimmende Fischzuchtanlage des Projekts. Dieses ehemalige Frachtschiff dient zur Haltung und Vermehrung von Brutbeständen und zur Aufzucht von Jungfischen, die im Laufe des Projekts im unteren Donaudelta ausgesetzt werden sollen. Österreich setzt damit ein starkes Zeichen für eine internationale Zusammenarbeit im Fischartenschutz.

Österreichs Impulse

Bei der offenen Session der EAA-Generalversammlung wurde deutlich, wie stark Österreichs Forschung und Initiativen in die europäische Fischereipolitik einfließen.

Das EU-Horizon-Projekt ProtectFish, vorgestellt von Kurt Pinter (BOKU Wien), hat das Ziel, ein europaweites Kormoranmanagement zu entwickeln. Die BOKU arbeitet dabei unter anderem mit Alienor, der Lobbyingagentur der EAA als Partner zusammen. Die EAA selbst ist im externen Beirat vertreten. Feldstudien an der österreichischen Drau sollen wichtige Vergleichsdaten über die Auswirkungen eines Managements auf die Fischbestände belegen. In einer umfassenden Pit-Tag-Studie an der Traun konnte Pinter zudem nachweisen, dass rund 50 Prozent der markierten Äschen von Kormoranen gefressen werden – ein wissenschaftlich belegter Beweis für das problematische Ausmaß der Prädation.

 

Fischotter wurden von Steven Weiss (Universität Graz)  in den Fokus gestellt. Angesichts stark gestiegener Bestände forderte er mittelfristig eine gemeinsame Petition an die EU-Kommission. Sein Vorschlag zielt darauf ab, den Fischotter aus Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu streichen, ihn aber in Anhang II zu belassen. Dort muss zwar ein günstiger Erhaltungszustand gewährleistet werden, was nach den aktuellen Monitoringdaten problemlos erfüllt wird. So bliebe der Schutzstatus bestehen, zugleich wäre ein flexibleres Bestandsmanagement möglich, das den ökologischen Entwicklungen besser entspricht. Viele Mitgliedstaaten nutzen ihre derzeit bestehenden Regulierungsspielräume jedoch noch nicht genügend aus.

 

Die Studie „Angelfischerei in Österreich“ wurde von Sonja Behr und Norbert Novak erstmals auf europäischer Ebene präsentiert. Diese unterstreicht die enorme sozioökonomische Bedeutung des Angelns in Österreich. Die Ergebnisse der Umfrage – die mehr als 20 Jahre nach der letzten durchgeführt wurde – zeigen, dass in den letzten 12 Monaten über 690.000 Menschen Freizeitfischerei betrieben haben und dass diese Outdoor-Aktivität rund 600 bis 800 Millionen Euro zur Volkswirtschaft beiträgt. Zudem wird die Rolle von Anglerinnen und Anglern für den Natur- und Gewässerschutz betont.

Die Ergebnisse sind eng mit den Daten anderer europäischer Länder vergleichbar und bieten somit eine wertvolle Grundlage für internationale Auswertungen. Sie werden auf der Website der EAA veröffentlicht und auf EU-Ebene gezielt in politische Diskussionen eingebunden. Damit liefert die Studie belastbare Argumente im Dialog mit Politik und Entscheidungsträgern.

Gleichzeitig zeigte sich auch, dass die Angelfischerei im gesellschaftlichen Image noch einen großen Graubereich einnimmt. Gerade hier gilt es, die positiven Werte deutlicher zu vermitteln. Mit dem Leitgedanken „Bring them to the blue“, wobei Blau für Wasser und Fischen steht, soll das Bewusstsein für die Bedeutung und Attraktivität des Angelns gestärkt werden. Neben der stärkeren Einbindung von Frauen ist vor allem auch die Jugend entscheidend, um möglichst viele für das Fischen und die Natur zu begeistern.

 

Fishing Lady Ramona Hani setzte mit ihrem Beitrag „Young Talents and Strong Women“ ein starkes Zeichen: Frauen spielen auch in der Angelfischerei eine immer größere Rolle. In immer mehr Ländern wird Diversity und Frauenförderung großgeschrieben. Die EAA plant eine eigene Veranstaltung zum Thema Frauenförderung – österreichische Vertreterinnen wie Behr und Hani sollen dabei als Referentinnen eingeladen werden.

 

Wiener Höhepunkte

Beim einem Bootsausflug wurde die besondere Bedeutung der Donau im Raum Wien deutlich sichtbar: Naherholung, Hochwasserschutz und Naturerlebnis bilden hier eine einzigartige Einheit. Den festlichen Abschluss bildete ein Galadinner im 57. Stock des DC Towers mit einem beeindruckenden Panoramablick auf Alte und Neue Donau, die Donauinsel sowie den Hauptstrom — ein kraftvolles Symbol für das harmonische Zusammenspiel von Natur und urbanem Leben.

Kurt Pinter (BOKU Wien) stellt das EU-Projekt ProtectFish vor


Steven Weiss (Universität Graz) präsentiert Forschungsergebnisse zur stabilen und weit verbreiteten Fischotterpopulation in Österreich sowie Handlungsansätze für ein nachhaltiges Management der Art.


Die von Sonja Behr und Norbert Novak (ÖKF) präsentierte Studie „Angelfischerei in Österreich“ zeigt mit 690.000 Fischenden und bis zu 800 Mio. Euro Wirtschaftskraft eindrucksvoll die sozio-ökonomische Bedeutung des Angelns.


Ramona Hani repräsentiert die „Fishing Ladies in Austria“

Die Grafik zeigt die Organisation der EAA als zentrale Stimme der europäischen Angler: In den Arbeitsgrup pen werden Facharbeit und Entscheidungen vorbereitet. Nach außen wirkt die EAA einerseits direkt zur EU-Kommission in Expertengruppen und Fachbeiräten, andererseits zum EU-Parlament, unterstützt durch die Lobbyingagentur Alienor und das Recfishing Forum für Partnerschaften und politische Verstärkung.


Das RecFishing Forum vereint EU-Entscheidungsträger und Akteure, um die Bedeutung der Freizeitfischerei für nachhaltige Fischereipolitik zu stärken.


Thibault berichtet über die Arbeit der Agentur Alienor anhand einer Sachertorte.

Warum Europaarbeit so wichtig ist

Flüsse kennen keine Grenzen – sie verbinden Länder und Lebensräume. Viele entscheidende Regelungen zu Wasser, Fischerei und Artenschutz werden auf EU-Ebene beschlossen. Österreich muss hier präsent sein, um eigene Anliegen einzubringen und Lösungen mitzugestalten. Durch die aktive Mitarbeit des ÖKF in der EAA und der Internationalen Donauschutzkommission (IKSD/ICPDR) ist gewährleistet, dass österreichische Anliegen Gehör finden und in europäische Entscheidungen einfließen.

 

Die Rolle der EAA

Die EAA ist die ist die einzige registrierte Lobbyingorganisation der Angelfischerei in Europa – eine starke Stimme für 25 Millionen Anglerinnen und Angler. Mit einem eigenem Büro in Brüssel ist sie direkt am Puls der Entscheidungen der EU; die Finanzierung ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge garantiert volle Unabhängigkeit.

Die EAA arbeitet eng mit den EU-Institutionen zusammen und bringt ihr Fachwissen in wichtige Expertengruppen der EU-Kommission, zum Beispiel zu Wasserrahmenrichtlinie, Biodiversität und Meeresstrategie, ein. Außerdem ist sie in Beiräten für Nordsee, Ostsee, Mittelmeer und Aquakultur vertreten. Zudem hat sie Beobachterstatus bei Organisationen wie der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und der Internationalen Donauschutzkommission (ICPDR). Unterstützt von der Brüsseler Agentur Alienor pflegt sie Kontakte, vertritt Interessen auf politischer Ebene und organisiert Veranstaltungen mit EU-Partnern. Darüber hinaus baut die EAA starke Netzwerke mit Umwelt- und Fachverbänden auf. Mit der Unterstützung von Initiativen wie Living Rivers Europe  und Dam Removal setzt sie wichtige Impulse zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Gewässer.

Ein Schlüsselwerkzeug für all dies ist das RecFishing Forum im EU-Parlament. Hier kommen regelmäßig Abgeordnete, Wissenschafter, Praktiker und Interessensgruppen auf Einladung der EAA zusammen. Damit schafft sie eine direkte Verbindung zwischen Angelfischerei und Politik, liefert Fachwissen für politische Prozesse – und bringt Themen wie Biodiversität, Gewässerschutz und nachhaltige Fischerei dorthin, wo die Gesetze entstehen.

 

Das ÖKF in der EAA

Die EAA sind wir alle, und das ÖKF ist mittendrin. Die EAA lebt von der aktiven Mitarbeit ihrer Mitglieder. In Arbeitsgruppen und Taskforces bringen Delegierte aus den Mitgliedsorganisationen ihr Fachwissen ein. Als Mitglied der EAA hat Österreich Zugang zu den wichtigsten Netzwerken, Foren und Entscheidungsprozessen. Trotz unserer begrenzter Ressourcen gelingt es so, die heimischen Anliegen klar und wirksam in Brüssel einzubringen. Darüber hinaus vertritt das ÖKF die EAA als Observer in der Donauschutzkommission und verbindet so fischereiliche Interessen mit europäischen Entscheidungen.

Mit zweisprachigen, informativ aufbereiteten Infografien wird anschaulich dargestellt, welche Bedeutung die Angelfischerei für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur einnimmt.

Bericht: Sonja Behr
Bilder: Ruben Bill, EAA, ÖKF

Aktuelles-2018, Allgemein
ÖKF Fishlife
Breitenfurterstraße 335 A-1230 Wien
Bürozeiten: Mo -Fr, 8 -13 Uhr

Telefon: 01/8695300
Fax.: 01/8695339


E-Mail: oekf@fishlife.at


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